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Ist die WM für die Arbeiter in den Stadien eher eine Last oder eine Chance?

Heute haben wir uns der Lebenssituation der Bauarbeiter, die die Gebäude der WM errichten, gewidmet.

Auf der einen Seite können Menschen, die bisher auf der Straße gelebt haben, auf diese Weise eine Arbeit finden. Sie können eine geringe Summe an Geld verdienen, womit sie zum Beispiel ihre Familie unterstützen und Grundbedürfnisse(Nahrung/Unterkunft) erfüllen können . Vielleicht reicht es für manche andere sogar aus, einen Arztbesuch oder ein Bildungsangebot zu finanzieren. Dies könnte eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft bedeuten. Prinzipiell könnte die verstärkte Nachfrage nach Arbeitern eigentlich viele positive Auswirkungen haben.

Doch auf der anderen Seite werden in Brasilien die Arbeiter ausgenutzt und müssen unter menschenunwürdigen Bedingungen ihrer Arbeit nachgehen. So spielt die Sicherheit bei den Bauarbeiten keine große Rolle. Nach Angaben von der Quelle "sondergeschichten-vor-fussball" sind bereits neun Menschen ums Leben gekommen, aufgrund von Sicherheitsmängeln auf den Baustellen. Der Artikel 3, der ein Recht auf Freiheit, Leben und Sicherheit festsetzt, wird hiermit nicht erfüllt. Zudem kommt noch die 18-Stunden Arbeitszeit, die mancher Arbeiter erbringen muss. Die Arbeiter müssen Tag und Nacht arbeiten, haben noch nicht einmal genug  Zeit zum Ausruhen und erst recht nicht für Freizeit. Die Firmen stehen unter enormen Zeitdruck, sodass sie die Menschenrechte vernachlässigen und Unfall- und Todesrisiken in Kauf nehmen.

Außerdem gibt es für die Arbeiter einen Lohn, der sehr niedrig ist und nicht mit der absolvierten Arbeit der Arbeiter übereinstimmt.

Zudem kommt es zu Menschenhandel, bei denen Arbeiter z.B. gezwungen werden, sich am Bau der Stadien zu beteiligen. Diese "Sklavenhändler" verkaufen ihre Arbeiter sehr günstig, sodass sie von den Firmen angestellt werden. Sie dürfen nicht klagen, dass sie gezwungen wurden, sondern müssen sich ihrem Menschenhändler unterordnen, sonst droht ihnen eine gewaltsame Strafe. Von "Ihrem Arbeitsvermittler" erhalten diese Arbeiter auch nur einen sehr geringen Verdienst oder arbeiten allein für Unterkunft und Verpflegung.  Die Artikel 4 und 5, die Sklavenhandel und gewaltsame Strafen verbieten, sehen dieses als eine Straftat an. 

Meiner Meinung nach könnten die Bauarbeiten eine Chance für Arbeitslose sowie für die Regierung sein, denn zu einem sind  Obdachlose auf der Straße auch Gefahren ausgesetzt und zum anderem könnte die Regierung den Obdachlosen somit helfen, in ein neues Leben zu starten. Doch durch Profitgier und enormen Zeitzwängen sind die Arbeitsbedingungen sehr schlecht und viele Menschenrechte werden hierbei vernachlässigt. Auf diese Weise erhalten die Arbeiter keine Gelegenheit sich mit ihrer Arbeit zu identifizieren bzw. zu qualifizieren und  in der Regel kann auch kein Geld angespart werden, um sich eine bessere Zukunft aufbauen zu können. Damit kommt es zu keinem Fortschritt auf dem Arbeitsmarkt, da viele Arbeiter nach dem Bau wieder auf der Straße stehen werden oder gar durch die schlechten Arbeitsbedingungen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Regierung hat sozusagen die Chance verpasst, ihrer sozial schwächeren Bevölkerungsschicht zu helfen.

2.6.14 18:25, kommentieren

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Hat die Fußballmeisterschaft für die Straßenkinder Brasiliens eine positive oder negative Auswirkung

Nach unseren ersten Einschätzungen über positive, sowie negative Seiten der WM 2014, haben wir uns nun mit den Folgen der WM für die Straßenkinder Brasiliens beschäftigt.

Zunächst einmal müssen wir uns die Frage stellen, was die Bezeichnung "Straßenkind" aussagt. Man unterteilt den Begriff in zwei Kategorien: "Ninos en la calle" und "Ninos de la calle". "Ninos en la calle" bezeichnet Kinder und Jugendliche, die sich selbst überlassen sind, nicht zur Schule gehen, aber normalerweise zu Hause schlafen. Sie schließen sich zu Gruppen zusammen, sind aber verbaler und psychischer Gewalt, sowohl im Elternhaus als auch auf der Straße, ausgesetzt. Nicht selten gehen sie auch kriminellen Handlungen nach bzw. werden dazu gezwungen.

"Ninos de la calle" dagegen haben überhaupt keinen Kontakt mehr zu Familienangehörigen, sind obdachlos und müssen sich allein durch ihr Leben schlagen. Ihr Lebensraum ist die Straße.

Doch zurück zur eigentlichen Frage. Betrachten wir nun die negativen Auswirkungen der WM für die Straßenkinder.

Auf der einen Seite kann es nun kaum noch Unterstützung des Staates für die Straßenkinder geben, da der Staat das Geld weitgehend für die WM ausgegeben hat und nun sparen muss. Zudem müsssen die Kinder ihren "Lebensraum" verlassen, da die Regierung nicht möchte, dass der Eindruck entsteht, dass Kinder in Brasilien auf der Straße leben müssen. Dies widerspricht den Artikel 13 der Menschenrechte, denn sie haben nicht die Freiheit ihren Aufenthaltsort selbst zu bestimmen. Sie werden in sogenannte Auffanghäuser gesteckt, die mit Hilfsorganisationen zusammenarbeiten. Dies könnte sich durchaus positiv auf die Lebenssituation der Straßenkinder auswirken. Allerdings werden sie nach der WM wieder auf die Straße geschickt und alles beginnt von vorne.  Desweiteren könnte es durch die vielen Touristen zur erhöhter Kriminalität kommen. Kinder, die weiter auf der Straße leben, werden verstärkt der Gewalt und dem Missbrauch ausgesetzt.

Doch die Hilfsorganisation "UNICEF", die auch eng mit der Regierung zusammen arbeitet, will ein Kinderschutzsystem aufbauen, welches zu einem die Kinder während der Spiele vor Übergriffen schützen soll und zum anderem den Kindern eine echte Zukunftschance bieten soll. Dieses System soll auch noch nach der WM erhalten bleiben. Damit sind wir auf positive Seiten der WM für die Straßenkinder gestoßen. Viele Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern werden auf die Zustände in Brasilien aufmerksam, sodass sich verstärkt auch Hilfsorganisationen mit verschiedenen Projekten in Brasilien engagieren. Ein weiteres Beispiel ist die Organisation "A Chance to Play", die der Volkswagenkonzernbetriebsrat hervorgerufen hat. Hier wird Geld gesammelt, um ein Kinderrechtszentrum errichten zu können. Die Kinder sollen dort durch Spiele und Bewegung lernen, mit  Konflikten, Regeln und Gewalt umgehen zu können. Außerdem entwickeln sie durch zum Beispiel Fußballspiele ein Gemeinschaftsgefühl, sowie einen Teamgeist. Damit lernen sie die positiven Seiten des Zusammenlebens kennen, welches sie dann in ihr zukünftiges Leben übertragen können. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch das große Interesse der Bevölkerung an der WM und durch die Medien auf die Lebenszustände der Straßenkinder aufmerksam gemacht wurde, so dass Hilfsorganisationen die Notwendigkeit des Handelns erkannten. Mit Hilfe der Organisationen könnten nun, trotz der "egoistischen" und rein wirtschafltichen  Anliegen des Staates, die Straßenkinder Hoffnung auf ein besseres Leben haben.

 

27.5.14 19:49, kommentieren